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Forum VI - Aktuelle Themen

Modul 1

Umsetzung der EU-Schutzgebietsziele in Deutschland

Weltweit sind Ökosysteme und Artenvielfalt in Gefahr. Die Staatengemeinschaft hat bei der Weltnaturkonferenz 2022 im kanadischen Montreal deshalb eine globale Vereinbarung für Schutz, nachhaltige Nutzung und Wiederherstellung der Natur beschlossen. Ein zentrales Ziel: Bis 2030 sollen mindestens 30 % der weltweiten Land- und Meeresfläche unter effektiven Schutz gestellt werden (30 x 30-Ziel). Die EU hatte sich zuvor schon innerhalb der EU-Biodiversitätsstrategie auf die Vorgaben verständigt. Im Unterschied zum globalen 30-x-30-Ziel geht die europäische Strategie noch einen Schritt weiter: Ein Drittel der geschützten Gesamtfläche, also insgesamt 10 Prozent, sollen unter besonders strengen Schutz gestellt werden. Der Anspruch und die Herausforderung, die sich daraus ergeben, sowie der Umsetzungsstand und das weiteres Vorgehen sollen in diesem Modul aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet und anschließend in großer Runde diskutiert werden.

Moderation: Dr. Annette Doerpinghaus
Bundesamt für Naturschutz (BfN), Bonn

Foto: U. Euler (BfN)

EU-Schutzgebietsziele – Anspruch an Umsetzung

Frank Vassen
EU-Kommission, Brüssel

Umsetzungsstand in Deutschland

Stefanie Hedtkamp
Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV), Bonn

Herausforderung aus Ländersicht

Christian Michalczyk
Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft (BUKEA), Hamburg

Julia Burkei
Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie und Mobilität Rheinland Pfalz, Mainz

Way forward: Aktionsplan Schutzgebiete

Eva Flinkerbusch
Bundesamt für Naturschutz (BfN), Bonn

Speakers' Corner

Abstract zum Beitrag (PDF) 

Die NABU-Studie (einschl. Steckbriefe und Karten), die zeigt, dass die Schutzgebietskategorien in den Flächen-Bundesländern überwiegend noch nicht die organisatorischen Rahmenbedingungen erfüllen, die die EU-Kommission als Voraussetzung für effektive Schutzgebiete im Rahmen des 30% Flächenschutzziels der EU-Biodiversitätsstrategie vorgegeben hat.
Zur Studie der Schutzgebiete auf der Webseite des NABU

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Modul 2

Naturschutz und Demokratie

Vor dem Hintergrund aktueller gesamtgesellschaftlicher Entwicklungen zeigt sich, dass Populisten auch den Naturschutz zunehmend als Themenfeld für ihre Zwecke nutzen. Eine angemessene Reaktion darauf ist derzeit noch eine Herausforderung. Im Modul sollen Erfahrungsberichte und Projekte vorgestellt und diskutiert werden, um Ansätze für Argumentationen und Strategien im Umgang mit diesen Herausforderungen abzuleiten.

Moderation: Undine Kurth
Stiftung Naturschutzgeschichte, Königswinter

Michael Gleich
Publizist und Moderator, Berlin

Foto: V. Kühne, private Aufnahme

Erfahrungen mit rechtspopulistischen Aktivitäten

Matthias Laurisch
Naturschutzbund Deutschland (NABU) e.V., Berlin

Populismus als Herausforderung für die Naturschutz- und Umweltpolitik: Erkenntnisse aus Forschungsvorhaben des BfN und UBA

Dr. Lars Berger
Bundesamt für Naturschutz (BfN), Bonn

Naturschutz gegen Rechtsextremismus

Roland Horne
ehem. Leitung der Landeszentrale für Umweltaufklärung Rheinland-Pfalz, Mainz

Diskussion 

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Modul 3

Biodiversität und Verfassungsrecht

Das Grundgesetz schreibt in den Grundrechten und Artikel 20a fest, dass die natürlichen Lebensgrundlagen zu schützen sind, auch für künftige Generationen. Im Bereich des Klimaschutzes hat dies bereits zu Klagen und konkretisierenden Urteilen auf deutscher und europäischer Ebene geführt. Die planetaren Grenzen sind bei der Gefährdung der Biodiversität jedoch bereits deutlicher überschritten als beim Klima, obwohl die UN-Biodiversitätskonvention klar zu einem Stopp des Biodiversitätsverlusts verpflichtet. In diesem Forum soll darüber diskutiert werden, inwieweit Stopp und Wiederherstellung der Biodiversität in einem breiten Sinne gerichtlich geltend gemacht werden können.

Moderation: Herman Grams
Moderator & Lernbegleiter, München

Foto: private Aufnahme

Biodiversität und Menschenrechte

Prof. Dr. Dr. Felix Ekardt
Forschungsstelle Nachhaltigkeit und Klimapolitik, Leipzig, und Universität Rostock

Biodiversität, Verfassung und Verbandsklage

Dr. Franziska Heß
BAUMANN Rechtsanwälte Partnerschaftsgesellschaft mbB, Leipzig

Wiederherstellung von Biodiversität und das Verfassungsrecht

Prof. Dr. Wolfgang Köck
Sachverständigenrat für Umweltfragen (SRU) am Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ), Leipzig

Prof. Dr. Dr. Felix Ekardt
Forschungsstelle Nachhaltigkeit und Klimapolitik, Leipzig, und Universität Rostock

Dr. Franziska Heß
BAUMANN Rechtsanwälte Partnerschaftsgesellschaft mbB, Leipzig
 

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