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... im Jahr 2018 zusammen mit dem gastgebenden Bundesland:

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10117 Berlin
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- Vorstandsmitglied -

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Bundesamt für Naturschutz

Ruth Schedlbauer

- Referat Presse, Öffentlichkeitsarbeit -

Konstantinstraße 110
D-53179 Bonn

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Telefax: 0228 - 8491 - 1039
E-Mail:

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Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt
Natur und Digitalisierung des Landes Schleswig-Holstein

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- Pressesprecher -
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Tel: 0431 – 988 7201

 

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PRESSEMELDUNGEN / MEDIEN

Deutscher Naturschutztag fordert verstärkten Meeres- und Küstenschutz

34. DNT 2018 in Kiel, Pressekonferenz 28.09.2018, Christof Martin, BBN; Alfred Herberg, BfN; Helga Inden-Heinrich, DNR; Thorsten Elscher, MELUND; @Foto: Sylvia Reischert, BBN

Gemeinsame Presseinformation der Veranstalter des 34. Deutschen Naturschutztages: Bundesverband Beruflicher Naturschutz (BBN), Bundesamt für Naturschutz (BfN), Umweltdachverband Deutscher Naturschutzring (DNR) und Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung des Landes Schleswig-Holstein (MELUND)

 

Über 1.300 Naturschützer stellen in Kiel Forderungen an Politik und Zivilgesellschaft

Kiel, 28.09.2018 – Heute endet mit der Verabschiedung der „Kieler Erklärung“ der 34. Deutsche Naturschutztag (DNT) in Kiel. Seit vergangenem Mittwoch diskutierten auf dem Campus der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel über 1.300 Fachleute aus ganz Deutschland, die sich beruflich oder ehrenamtlich für den Naturschutz einsetzen. Erfreulich war das große Interesse junger Menschen am DNT. Den Schwerpunkt bildeten der nationale und internationale Meeresnatur- und Küstenschutz.

Die Teilnehmenden des DNT fordern in der „Kieler Erklärung“, dass der aktive Schutz der Meere und Küsten eine wesentliche Leitlinie aller politisch handelnden Akteure wird. Ein wichtiges Ziel müsse es sein, einen wirklich nachhaltigen Umgang mit Meeren und Küsten zu bewirken. Trotz einer rasant wachsenden Weltbevölkerung müssen die negativen Auswirkungen auf die Meeresnatur - wie zum Beispiel Überfischung, Vermüllung, Versauerung und massiver Unterwasserlärm -­ umfassend vermieden oder so gemindert werden, dass man zu einem „guten Umweltzustand“ der Meere zurückkommt.

Dazu ist es notwendig, alle Arten und Lebensräume umfassend vor weiter anhaltenden Belastungen zu schützen. Auch ist es dringend erforderlich, das Schutzgebietssystem in deutschen Meeresgewässern weiter zu optimieren und die Ausweisung neuer, internationaler Schutzgebiete zu unterstützen.

Da internationale Abkommen zum Schutz der Meere ihre Wirkung noch nicht ausreichend entfalten und nur schleppend umgesetzt werden, fordert die „Kieler Erklärung“ auch, die negativen Auswirkungen der Fischerei und des Seeverkehrs auf Natur und Umwelt zu reduzieren. Erreicht werden soll dies zum Beispiel mithilfe technischer Modernisierungen, verbesserten Kontrollen und einem intensiveren Vorgehen gegen illegale Fischerei.

Darüber hinaus ist eine drastische Reduktion der weltweit anfallenden Müllmengen erforderlich. Deutschland muss den weltweiten Aufbau von fachgerechten Entsorgungs- und Recyclingsystemen verstärkt unterstützen. Ferner müssen Mikroplastik in Kosmetika, Reinigungs- und Haushaltsmitteln verboten und die Müllentsorgung auf See gestoppt werden; Netzreste, sogenannte Geisternetze, dürfen nicht weiter ins Meer gelangen.

Eine weitere wichtige Forderung ist die Einführung einer Stickstoffüberschuss- und Pestizidabgabe, um den Eintrag dieser schädlichen Stoffe über die Flüsse in die Meere drastisch zu reduzieren. Ein weiteres großes Problem stellt die durch CO2 verursachte Versauerung der Meere dar. Daher ist die Einführung einer wirksamen CO2-Bepreisung vonnöten.

Zudem fordern die Verfasser der „Kieler Erklärung“ einen Stopp der Öl-, Gas- und Rohstoffförderung in Schutzgebieten. Die energiepolitischen Ziele sollen immer mit den meerespolitischen Verpflichtungen Deutschlands zusammengedacht werden. Beim Ausbau der Offshore-Windenergienutzung müssen die naturschutzfachlichen Grenzen von Nord- und Ostsee konsequent eingehalten werden.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des DNT sehen es außerdem als notwendig an, eine oberste internationale Behörde einzurichten, um den umfassenden Schutz der Meeresumwelt zu gewährleisten.

Auch die Belastungen fernab der Küsten wurden auf dem Deutschen Naturschutztag diskutiert. Hier wurden insbesondere die schädlichen Einflüsse der zunehmend intensiven Landwirtschaft genannt. Eine Reihe von Fachvorträgen illustrierte dies eindrucksvoll anhand des dramatischen Verlustes artenreicher Wiesen und Weiden und der dort lebenden Tier- und Pflanzenarten. Mehr als 75% der Insekten sind in einigen Regionen Deutschlands bereits verschwunden. Auch hier besteht großer Handlungsbedarf. Hauptursache ist ein starker Einsatz von Nährstoffen und Pestiziden, die über die Flüsse in die Meere gelangen. Die Teilnehmenden fordern deshalb eindringlich ein Umsteuern der nationalen und europäischen Agrarpolitik.

Mit ihrem dringlichen Appell wenden sich die über 1.300 Fachleute aus ganz Deutschland an die Bundesregierung sowie die Landesregierungen und Akteure der Zivilgesellschaft.

 

Informationen

Die vollständige „Kieler Erklärung“ als PDF


Pressekonferenz 26.09.2918 34. DNT in Kiel (Nina Slattery, DNR; Heinz Werner Persiel, BBN; Prof. Dr. Beate Jessel, BfN; Prof. Dr. Kai Niebert, DNR; Jan Philip Albrecht, Land SH ) Foto: Sylvia Reischert, BBN

34. Deutscher Naturschutztag: Teilnehmerzahlen übertreffen alle Erwartungen. Bundesweit größte Naturschutzveranstaltung startet in Kiel zum Thema „Küsten- und Meeresschutz"

Gemeinsame Presseinformation der Veranstalter des 34. Deutschen Naturschutztags: Bundesverband Beruflicher Naturschutz (BBN), Bundesamt für Naturschutz (BfN), Umweltdachverband Deutscher Naturschutzring (DNR) und Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung des Landes Schleswig-Holstein (MELUND)


Kiel, 26.09.2018 – Heute startet in Kiel die größte Naturschutz-Veranstaltung in Deutschland, der 34. Deutsche Naturschutztag (DNT). Unter dem Motto „Klarer Kurs - Naturschutz“ werden sich bis Freitag über 1.200 Teilnehmende, die sich beruflich oder ehrenamtlich für den Naturschutz einsetzen, auf dem Campus der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel zum Schwerpunktthema nationaler und internationaler Meeresnatur- und Küstenschutz austauschen. Weitere Themen sind unter anderem die Biologische Vielfalt, der Naturschutz in der Agrarlandschaft, in Schutzgebieten und in Städten, Rechts-, Planungs- und ökonomische Fragen sowie gesellschaftliche Herausforderungen im Naturschutz.
Der Vorsitzende des Bundesverbands Beruflicher Naturschutz (BBN) und federführende Organisator, Heinz-Werner Persiel, erklärt: „Die aktuellen Probleme, unter anderem mit der globalen Plastikvermüllung in den Meeren zeigen, dass wir mit dem Standort Kiel genau richtigliegen. In den kommenden drei Tagen wird sich der Campus in einen quicklebendigen Fischschwarm verwandeln. Austausch und Netzwerken, gerade auch in den Fachforen, ist eine der beliebtesten Aktivitäten. Für Deutschlands Natur ist der DNT ein echtes Highlight. Das weit gefächerte Begleitprogramm ist adressiert an eine interessierte Öffentlichkeit. Was nützt es, wenn wir unter uns bleiben? Wir möchten den Zugang zu unseren Themen jedem ermöglichen.“
Eine besondere Zielgruppe des DNT sind für Prof. Dr. Kai Niebert, Präsident des Deutschen Naturschutzrings, die jungen Menschen, die sich für Naturschutz engagieren: „Wir befinden uns in Zeiten des Wandels. Nicht nur in der Natur, sondern auch im Naturschutz: Wir erleben, wie immer mehr junge Menschen, die die Folgen unserer Übernutzung von Natur und Umwelt tragen müssen, sich im Naturschutz engagieren. Während Fachleute seit Jahrzehnten für konkreten Naturschutz streiten, trauen sich junge Menschen zunehmend, grundlegende Fragen zu stellen. Sie hinterfragen eine auf kompromissloses Wachstum ausgerichtete Wirtschaft, sie hinterfragen eine Agroindustrie, die Mensch, Boden und Tier krankmacht, und sie fordern eine Finanzpolitik, die Zukunft gestaltet, statt Ausbeutung begünstigt. Ich freue mich, dass sie im Jungen Forum den DNT bereichern und sich engagieren, um nicht nur dem Naturschutz, sondern der Natur eine Zukunft zu geben.“
Im Hinblick auf die Bedrohungen der biologischen Vielfalt erläutert BfN-Präsidentin Prof. Dr. Beate Jessel: „Die Meere unterliegen heute einem hohen und vielfältigen Nutzungsdruck. Zusätzlich wirken sich die hohen Nährstoff- und Schadstoffeinträge, die beispielsweise aus der Landwirtschaft über die Flüsse ins Meer gelangen, negativ auf die Meeres- und Küstenökosysteme aus. Eine naturverträgliche Landwirtschaft und entsprechende Ausgestaltungen der Gemeinsamen Agrarpolitik der EU sind deswegen auch dringend notwendig, um die Belastungen in den Meeren zu reduzieren. Gleichzeitig ist die Sicherung der Meeresschutzgebiete mit effektiven Managementplänen, die auch nutzungsfreie Zonen umfassen, unbedingt erforderlich. Nur so kann die Vielfalt der maritimen Arten und Lebensräume nachhaltig entwickelt und bewahrt werden.“
Zu den Schwerpunktthemen Meeresnatur- und Küstenschutz sagt Schleswig-Holsteins neuer Umweltminister Jan Philipp Albrecht: „So groß die Meere um uns herum sind: Sie sind mehr denn je in Gefahr. Es ist unsere Aufgabe und Pflicht, ihrem Schutz höchste Priorität zu geben. Der menschgemachte Klimawandel trägt seinen Teil zur Gefährdung der Meere und Küsten bei. Deshalb freue ich mich umso mehr, dass der Meeres- und Küstenschutz gerade hier in Schleswig-Holstein Schwerpunktthema des Deutschen Naturschutztages ist. Wir müssen über das Verhältnis von Nutzen und Schützen immer wieder neu verhandeln. Ich bin gespannt, welche neuen Perspektiven beim DNT entwickelt werden. Nicht zuletzt kann auch die Digitalisierung Teil eines umfassenden und nachhaltigen Schutzplanes werden, um unserem größten Lebensspender zu helfen.“
Neben den Gastgebern – dem Bundesverband Beruflicher Naturschutz (BBN), dem Bundesamt für Naturschutz (BfN), dem Umweltdachverband Deutscher Naturschutzring (DNR) und dem gastgebenden Bundesland Schleswig-Holstein – werden eine Vielzahl von Vertretern und Vertreterinnen aus der Wissenschaft, von Natur- und Umweltschutzverbänden, sowie dem administrativen Naturschutz anwesend sein. Der feierlichen Eröffnung, zu der Bundesumweltministerin Svenja Schulze per Video hinzugeschaltet wird, folgen ab heute Sitzungen, Netzwerktreffen und Diskussionsveranstaltungen mit über 80 Fachvorträgen. Das Programm wird durch Offene Foren, Ausstellungen, ein großes Exkursionsangebot, und ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm mit dem internationalen Meeresfilmfestival CineMare abgerundet.
Während des Naturschutztags arbeiten die Teilnehmenden an einem Forderungskatalog zum Schutz der Meere, der am letzten Tag als „Kieler Erklärung“ verabschiedet werden soll.
Das Programm zum 34. Deutschen Naturschutztag und die Möglichkeit zur Teilnahme finden Sie weiterhin unter www.deutscher-naturschutztag.de

PRESSEMELDUNGEN

Küsten- und Meeresschutz ist Topthema auf 34. Deutschen Naturschutztag (DNT) 

Programm zu Deutschlands größtem Naturschutzkongress im September in Kiel veröffentlicht


Berlin/Bonn/Kiel, 16.07.2018 – Zum 34. Deutschen Naturschutztag, zu dem vom 25. bis 29. September rund 700 Gäste in Kiel erwartet werden, ist jetzt das umfangreiche Kongressprogramm mit dem Titel „Klarer Kurs – Naturschutz“ veröffentlicht und die Möglichkeit zur Anmeldung freigeschaltet worden.

Zu der alle zwei Jahre stattfindenden Großveranstaltung kommen Akteure aus dem beruflichen und ehrenamtlichen Naturschutzbereich in einem Bundesland zusammen, um zu Naturschutzfragen und einem Schwerpunktthema zu diskutieren. Passend zum gastgebenden Bundesland Schleswig-Holstein hat das Thema Meeres- und Küstenschutz einen zentralen Platz im Veranstaltungsprogramm. Denn dieser stellt mit der Ausweisung und Betreuung von Schutzgebieten, zahlreichen schützenwerten Arten und Lebensräumen und Fragen der Regelung von Fischerei und anderen Nutzungen ein breit gefächertes Handlungsfeld dar, das auch noch mehr in das Bewusstsein einer breiten Öffentlichkeit gerückt werden sollte.

Der feierlichen Eröffnung mit Bundesumweltministerin Svenja Schulze folgen Sitzungen, Netzwerktreffen und Foren sowie über 80 Fachvorträge. Das Programm wird durch ein großes Exkursionsangebot, Ausstellungen und ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm mit dem internationalen Meeresfilmfestival CineMare abgerundet.

Die Einzelthemen des Fachkongresses reichen von Aufgaben des nationalen und internationalen Meeresnatur- und Küstenschutzes bis hin zu den unterschiedlichsten Aspekten der Nutzung der Meere. Darüber hinaus wird der Fokus auf Biodiversitätsthemen gelegt und es werden Veranstaltungen zu Grünlandverlusten und zum Insektenrückgang sowie zu Gebiets- und Artenschutz angeboten.

Zu den Themenschwerpunkten in Kiel zählt aber auch die Frage, wie sich der Naturschutz den aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen stellen kann und soll. Thematisiert werden dabei unter anderem Fragen zu Wertewandel und sozialer Gerechtigkeit, zu Naturschutzkommunikation in der Migrationsgesellschaft und die Einbindung bürgerschaftlichen Engagements in den Naturschutz. Ferner werden Themen zu Planungspraxis und Stadtnatur und ökonomische Fragen sowie Rechtsfragen behandelt. Zum zweiten Mal findet das Junge Forum statt, bei dem Arbeiten und Visionen eines modernen und jungen Naturschutzes vorgestellt werden.

Neben den Gastgebern - dem Bundesverband Beruflicher Naturschutz (BBN), dem Bundesamt für Naturschutz (BfN), dem Umweltdachverband Deutscher Naturschutzring (DNR) und dem Land Schleswig-Holstein - werden eine Vielzahl von Vertretern aus der Wissenschaft, von Natur- und Umweltschutzverbänden, sowie dem institutionellen Naturschutz anwesend sein.

Download Pressemeldung vom 16.07.2018 (PDF)


34. Deutscher Naturschutztag in Kiel

Zum 34. Deutschen Naturschutztag (DNT) laden wir Naturschutzinteressierte aus Politik, Verwaltung, Planung, Verbänden, Ehrenamt und Wissenschaft vom 25. bis 29. September 2018 nach  Kiel ein.

Unter dem Motto „Klarer Kurs – Naturschutz“ setzen wir – der Bundesverband Beruflicher Naturschutz e.V. (BBN), das Bundesamt für Naturschutz (BfN), der Deutsche Naturschutzring (DNR) e.V. und das gastgebende Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung des Landes Schleswig-Holstein (MELUND) – die Segel für ein großes Programm mit Vorträgen, Diskussionen und Workshops.

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