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Handlungsbedarfe nach den FFH- und Vogelschutzberichten aus Sicht der NGOs

3 Kernforderungen zur Umsetzung von Natura 2000 in Deutschland

  • Dem anhaltenden dramatischen Bestandsrückgang von Vogelarten der Kulturlandschaft - insbesondere des Agrarlands – muss endlich konsequent entgegengetreten werden. Hierzu muss durch eine entsprechende Agrarpolitik mit angepassten Förderprogrammen eine naturverträgliche Landwirtschaft ermöglicht werden und die Kooperation mit den Landwirt*innen ausgebaut werden, deren Ziel die Schaffung einer artenreichen, nachhaltig genutzten Agrarlandschaft ist.
  • Auf die jeweiligen Schutzgebiete und ihre Ziel-Lebensräume bzw. Zielarten angepasste Schutzgebietsverordnungen und Managementpläne (fachlich, organisatorisch) zu etablieren und ausreichend zu finanzieren. Klare Vorgaben erforderlich: Wer macht was, wie und bis wann?
  • Zugvogelschutz muss gestärkt werden:
    • die legale Jagd auf gefährdete, speziell geschützte Vogelarten bzw. solche mit ungünstigem Erhaltungszustand in der EU muss eingestellt werden
    • es sind konsequente Maßnahmen gegen illegalen Fang und Tötung von Zugvögeln in der EU zu ergreifen
    • die Kooperationen mit Ländern außerhalb Europas, die entlang der Zugrouten europäischer Brutvögel liegen, ist zu verstärken, um Rast- und Überwinterungsgebiete effizient schützen zu können

 

Dr. Norbert Schäffer

Landesbund für Vogelschutz in Bayern (LBV) e. V.