Skip to main content

E10: Das Wuhletal: Gewässerentwicklung vom Abwasserkanal zum Leitprojekt für den Biotopverbund

Gewässerentwicklung • Ökokonto • ehemalige Rieselfeldlandschaft • Renaturierung 

14.03.2026 | Start 8:30 Uhr | Ende ca. 15:30 Uhr

Startpunkt: Parkplatz S/U-Bahnhof Wuhletal
Endpunkt: U-Bahnhof Kienbergpark/Gärten der Welt

Kosten 50,00 €
Wanderung, inkl. Mittagessen

Hinweise

  • Ca. 7 km Weglänge auf befestigten barrierefreien Rad- und Wanderwegen.
  • Getrennter Start- und Endpunkt mit Anbindung an ÖPNV (U 5).
  • Witterungsangepasste Kleidung, festes Schuhwerk, Insekten-/Sonnenschutz, ggf. Fernglas.
  • Keine Gepäckunterstellung möglich.

Das Wuhletal als Schmelzwasserrinne der letzten Eiszeit wurde durch menschliche Eingriffe stark beeinflusst: Auf Waldrodungen und Trockenlegungen im 13. Jahrhundert folgten gravierende Veränderungen durch das starke Bevölkerungswachstum und wachsende Abwassermengen in Berlin ab dem 19. Jahrhundert: Zunächst machte die Rieselfeldbewirtschaftung in den 1860er Jahren mit höheren Abflüssen und Überflutungen in der Niederung den Gewässerausbau und regelmäßige Unterhaltung notwendig. Die weitere Stadtentwicklung mit der Errichtung von Großwohnsiedlungen erforderte den Bau des Klärwerks Falkenberg und die Anlage eines Klarwasserableiters. 

Mit der Stilllegung des Klärwerks wurden von 2006 bis 2008 erste Renaturierungsmaßnahmen realisiert, um die Austrocknung der Landschaft zu verhindern und wieder naturnahe Lebensraumbedingungen zu schaffen. Noch vor der Umsetzung konnten beim GEO-Tag der Artenvielfalt 2004 im Bereich des Wuhletals in nur 24 Stunden über 1.000 Arten nachgewiesen werden. Biber und Fischotter sind mittlerweile ins Gebiet zurückgekehrt.

Die Exkursion führt auf ca. 2,5 km von den Wuhlewiesen am denkmalgeschützten Dorf Kaulsdorf entlang des Gewässers nach Norden zum Umweltbildungszentrum am Wuhleteich im Kienbergpark. 

Anhand noch erkennbarer Strukturen der Rieselfeldzeit und der Klarwasserableitung werden die Landschaftshistorie und erreichten Renaturierungserfolge im Spannungsfeld von Siedlungsentwicklung, Erholungsnutzung und Wiederherstellungserfordernissen erlebbar. Die Möglichkeiten des Berliner Ökokontos zur Unterstützung der Wiederherstellung verschiedenster Lebensräume in einem komplexen Planungsraum mit Schnittstellen zum Gewässerentwicklungskonzept und der herkömmlichen Pflege und Entwicklung der Grünflächen rücken dabei ebenfalls in den Fokus. 

Danach geht es in das Gelände der IGA 2017, die „Gärten der Welt“. Rund um den Kienberg und in unmittelbarer Nachbarschaft zu den Gärten der Welt ist mit dem Kienbergpark einer der vielfältigsten Parks Berlins entstanden. Attraktionen wie die Seilbahn, der Wolkenhain, die Natur-Bobbahn oder das Umweltbildungszentrum machen den Park zum perfekten Ausflugsziel für Anwohner*innen und Berliner*innen gleichermaßen. Auf einer Fläche von 60 Hektar mit dem 110 Meter hohen Kienberg im Zentrum bietet der Kienbergpark ausreichend Raum für Freizeit, Spiel und Naturerfahrung.

08:30 Uhr

Abfahrt – Parkplatz S/U-Bf. Wuhletal

Start Exkursion südlich S/U-Bf. Wuhletal: Wanderung östliche Wuhle nach Norden mit den Abschnitten:

  • Altentreptower Str. – Cecilienstraße
  • Cecilienstraße – Kienberg
  • Wuhleteich/Kienberg
ca. 11:30 UhrWanderung in die „Gärten der Welt“
ca. 12:00 UhrMittagessen im Restaurant „Giardino Verde“
ca. 13:00 Uhr 
  • IGA 2017 – Kompensation Kienbergpark
  • Ökokonto Kienberg
ca.15:00 UhrWanderung  vom Wolkenhain zum Parkplatz Kienbergpark
ca. 15:30 UhrEnde der Exkursion

Leitung

  • Camillo Kitzmann und Andrea Gerischer, Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt Berlin (SenMVKU)
  • Sebastian Theuerkauf, Objektleitung Kienbergpark, Grün Berlin GmbH