In Berlin, der Wiege der Stadtökologie, haben sich mehrere Akteure zusammengefunden, um mit innovativen Ansätzen gemeinsam den botanischen Artenschutz zu fördern. Die Koordinierungsstelle Florenschutz, die Berliner Stadtnatur-Ranger (beide Stiftung Naturschutz Berlin) und der Botanische Garten Berlin zeigen exemplarisch, wie in guter Zusammenarbeit viel erreicht werden kann: von der Vermittlung von Verständnis für Stadtnatur über Maßnahmen zur langfristigen Sicherung von aussterbenden Arten bis zur Stärkung und Entwicklung von Wildpopulationen. So konnten in Berlin vom Aussterben bedrohte Arten wie das Grünliche Leimkraut (Silene chlorantha), die Wiesen-Küchenschelle (Pulsatilla pratensis) und die Duft-Skabiose (Scabiosa canescens) hier wieder Populationen aufbauen, die mittlerweile zu den größten der Region zählen.
Seit 2009 kümmert sich die Koordinierungsstelle Florenschutz im Auftrag der Obersten Naturschutzbehörde um knapp 300 Florenschutz-Zielarten. Sie wird dabei von den Stadtnatur-Rangern unterstützt, die in den städtischen Naturschutzgebieten unterwegs sind und die seltenen Arten im Blick haben. Auch der Botanische Garten engagiert sich seit Jahrzehnten im botanischen Artenschutz. Im Freiland werden seltene und gefährdete Arten kultiviert und vermehrt; in der Dahlemer Saatgutbank lagern unter trocken-kalten Bedingungen Millionen von keimfähigen Samen und naturschutzgenetische Untersuchungen ermöglichen die gezielte Beachtung lokaler Genotypen. Die Dahlemer Saatgutbank ist in zahlreiche regionale, nationale und internationale Artenschutzprogramme involviert, z.B. das deutschlandweite Projekt WIPs-De (Wildpflanzen-Schutz Deutschland).
Die Exkursion führt auf dem Weg zum Botanischen Garten an spannenden Beispielen wilder Stadtnatur vorbei – an Pflanzenarten, die sich mit hoher Dynamik an die widrigen städtischen Bedingungen anpassen und ausbreiten können. Die anschließende Führung durch die Saatgutbank informiert über Möglichkeiten und Grenzen des ex situ-Artenschutzes sowie über in Berlin durchgeführte in situ-Maßnahmen.
| 14:30 Uhr | Start nach der Abschlussveranstaltung, Treffpunkt im Foyer Henry-Ford-Bau, FU Berlin-Dahlem |
| 14:30 bis 15:30 Uhr | Fußweg zur U-Bahnstation Freie Universität, Fahrt eine Station bis Dahlem Dorf, Kurzexkursion Stadtnatur am Wegesrand (Fußweg zum Botanischen Garten, Stadtnatur-Ranger) |
| 15:30 bis 16:00 Uhr | Willkommens-Kaffee mit Fachaustausch (Koordinierungsstelle Florenschutz, Botanischer Garten, Stadtnatur-Ranger) |
| 16:00 bis 18:00 Uhr | Wechselnd in Gruppen: Vorstellung der Dahlemer Saatgutbank, der Aktivitäten zu Erhaltungs- und Vermehrungskulturen sowie Wiederansiedlungen in Berlin. |
| Ende ca. 18:00 Uhr | Botanischer Garten |
| Optional 18:00 bis 18:45 Uhr | Kurzführung durch das Herbarium des Botanischen Gartens und Botanischen Museums Berlin (Botanischer Garten) |
Leitung
Justus Meißner und Ulrike Willerding, Stiftung Naturschutz Berlin
Mitwirkung
Dr. Elke Zippel, Dahlemer Saatgutbank,
Botanischer Garten und Botanisches Museum Berlin-Dahlem

(Foto: Botanischer Garten und Botanisches Museum Berlin)

(Foto: Justus Meißner)

(Foto: Justus Meißner)

(Foto: Elke Zippel)

(Foto: Elke Zippel)

(Foto: Elke Zippel)

(Foto: Elke Zippel)

(Foto: Elke Zippel)

(Foto: Justus Meißner)

(Foto: Justus Meißner)

(Foto: Justus Meißner)

(Foto: Justus Meißner)

(Foto: Justus Meißner)

(Foto: Justus Meißner)


(Foto: Elke Zippel)

(Foto: Elke Zippel)

(Foto: Justus Meißner)

(Foto: Justus Meißner)




(Foto: Botanischer Garten und Botanisches Museum Berlin)

(Foto: Andreas Obermüller)