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E7: Grunewald – Naturschutz im Spannungsfeld zwischen Moor, Wald und Großstadt 

Nutzungskonflikte • Moore • nachhaltige Waldnutzung • Stadtnatur-Ranger

14.03.2026 | Treffen 10:00 Uhr | Ende ca. 18:00 Uhr

Start-/ Endpunkt: S-Bahnhof Grunewald/ Nordausgang

Kosten 60,00 €
inkl. Mittagessen und Kaffeepause

Hinweise

Insgesamt 6 - 8 km Weglänge, geringer Schwierigkeitsgrad (Pfade führen zum Teil über sandige Böden, kurze An- und Abstiege / keine Barrierefreiheit). Bitte denken Sie an festes Schuhwerk, ggf. Fernglas usw., keine Gepäckunterstellung möglich.

Der Grunewald ist mit rund 3.000 Hektar das größte Waldgebiet Berlins. Seine zentrale Lage macht ihn zu einem der beliebtesten und am intensivsten genutzten Erholungsräume der Stadt – rund 100 Mio. Waldbesuche jährlich. Das von den Berliner Forsten gepflegte und geschützte Waldgebiet beherbergt neun Naturschutzgebiete, ist Lebensraum für seltene Arten und zugleich Ort der Wald- und Umweltbildung. Außerdem ist es mit ausgedehnten Wasserschutzgebieten von großer Bedeutung für die Trinkwasserversorgung der Stadt.

Auf dieser Exkursion entdecken wir, wie inmitten einer Millionenstadt Waldnaturschutz gelingt und wo seine Grenzen liegen.

Den Auftakt bildet ein Rundgang durch das Naturschutzgebiet Jagen 86. Gemeinsam mit den Stadtnatur-Ranger*innen und der Revierförsterin erleben wir, wie sich Klimawandel und Freizeitdruck auf die geschützten Lebensräume des Grunewalds auswirken und welche Strategien es gibt, um diese wertvollen Bereiche zu bewahren.

Anschließend führt uns der Weg zum Ökowerk Berlin am Teufelssee – einem traditionsreichen Lernort für Umweltbildung im Gebäude eines ehemaligen Wasserwerks. Nach einer gemeinsamen Mittagspause widmen wir uns den Feuchtlebensräumen des Grunewalds. Fachleute der Koordinierungsstelle Florenschutz erläutern, wie Moore in Berlin
renaturiert werden, und diskutieren Nutzungskonflikte rund um die Wasserversorgung.

Zum Abschluss rücken die Berliner Forsten den Wald selbst in den Mittelpunkt: Welche Zusammenhänge bestehen zwischen Waldumbau, Grundwasserneubildung und Klimaanpassung? Wie gelingen Waldnaturschutz und der Erhalt von Alt- und Habitatbäumen in einem stark frequentierten Stadtwald?

Die Exkursion richtet sich an alle, die erfahren möchten, wie vielfältig und komplex Naturschutzarbeit und Walderhaltung im urbanen Raum ist – zwischen Moor, Wald und Metropole.

Ablauf

10:00 UhrTreffen: S-Bahnhof Grunewald/ Nordausgang 
10:00 bis 11:45 UhrBegrüßung durch die Landesforst & Führung Sandgrube durch Stadtnatur-Ranger:
NSG Jagen 86, Geschützte Lebensräume vs. Freizeitnutzung, Aufgaben der SNR
11:45 bis 12:45
Uhr
Rundgang Ökowerk/Beitrag Sportbund: Umweltbildung, Veranstaltungszentrum
 
12:45 bis 13:30 UhrMittagspause in der Waldhalle
13:30  bis 14:15 UhrBeitrag Sportbund: Impulsvortrag “Sport und Natur” inkl. Diskussion
14:15 bis 16:00 UhrMoorschutz im Grunewald, Nutzungskonflikt Wassernutzung: Feuchtlebensräume, Renaturierung, Spannungsfeld Wassernutzung
16:00 bis 16:30 UhrKaffeepause in der Waldhalle 
16:30 UhrTreffen vor der Waldhalle
16:30 bis 18:00 UhrFührung der Berliner Forsten: Zusammenhänge zwischen Waldumbau und Grundwasserneubildung; Waldnaturschutz und Erhalt von Alt- und Habitatbäumen im stark frequentierten Stadtwald
ca. 18:00 UhrEnde der Exkursion am S-Bahnhof Grunewald

Leitung

Alexander Stier, Koordinierungsstelle Florenschutz der Stiftung Naturschutz Berlin 

Mitwirkung

  • Gerhard Derr, Hannah Riedel und Maxie Hannaske, Berliner Forsten
  • Justus Meißner und Anne-Marie Weiß, Koordinierungsstelle Florenschutz der Stiftung Naturschutz Berlin
  • Astrid Kinateder und Ina Wollstadt, Stadtnatur-Ranger
  • Dr. Karin Drong und Heidrun Grüttner, Ökowerk Berlin

Kooperationspartner

  • Peter Harbauer, Berliner Forsten
  • Bettina Funke, Ökowerk Berlin, Koordinierungsstelle Florenschutz
  • Andreas Jacob, Stadtnatur-Ranger
  • Karsten Dufft, Deutscher Olympischer Sportbund (DOSB)