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E9: Von Wisenten und Wildbienen, lebendigen Auen und Feuchtgebieten in Döberitzer Heide und Ferbitzer Bruch

Ökologie • Wilde Weide • Naturnahe Beweidung • Artenvielfalt • Insekten • Offenland • Truppenübungsplatz • Wisente • Przewalski-Pferde

14.03.2026 | Start 8:30 Uhr | Ende ca. 18:00 Uhr

An- und Abreise mit dem Bus. 
Start- und Endpunkt: Hbf. Berlin, am Kanzleramt (Ella-Trebe-Str. 5, 10557 Berlin)

Kosten 95,00 € 
inkl. Busfahrt, Mittagessen und Kaffee/Kuchen

Hinweise

  • 10 km Weglänge und mittlerem Schwierigkeitsgrad (Pfade teils über sandige Böden, bei längerer Trockenzeit etwas beschwerlich), keine Barrierefreiheit.
  • Festes Schuhwerk, witterungsgerechte Kleidung, Sonnenschutz, Verpflegung (Wasser) ggf. Fernglas, etc.
  • Schließfächer für Rucksäcke und sanitäre Anlagen im Natur-Erlebniszentrum Döberitzer Heide.

Die ökologische Bedeutung großer Pflanzenfresser in der Döberitzer Heide 
Die Döberitzer Heide, einst militärisch genutzt, ist heute ein herausragendes Beispiel für gelungenen Naturschutz und Naturerlebnis vor den Toren Berlins. Auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz hat sich ein einzigartiges Lebensraummosaik aus Heideflächen, offenen Sandböden, Mooren, Wiesen, lichten Wäldern und kleinen Gewässern entwickelt.

Heute leben über 6.700 registrierte Tier-, Pflanzen- und Pilzarten in der Döberitzer Heide, viele davon sind bundesweit stark gefährdet. Diese hohe Biodiversität ist kein Zufall, sondern Ergebnis gezielter Pflege, insbesondere durch den Einsatz großer Pflanzenfresser. Wisente, Przewalski-Pferde und Rothirsche wirken in der Kernzone, Nutztiere wie Galloway-Rinder oder Konik-Pferde gestalten die Landschaft in der auf munitionsberäumten Wegen zugänglichen Ringzone.

Nach der Busfahrt startet und endet die Exkursion im Natur-Erlebniszentrum Döberitzer Heide. Bei der Führung durch die neue multimediale Ausstellung und die Exkursion zur sogenannten „Wüste“ erhalten Sie spannende Einblicke in die Arbeit der Heinz Sielmann Stiftung. Fachlich begleitet von Dr. Hannes Petrischak erkunden Sie „Wilde Weiden“ und erfahren, wie große Pflanzenfresser Lebensräume erhalten, Vielfalt fördern und damit einen wichtigen Beitrag zum Naturschutz leisten. Nach einem Imbiss in der Natur geht es weiter zum Ferbitzer Bruch.

In Zeiten von Artensterben und Klimakrise lebendige Auen und Feuchtgebiete schaffen und erhalten am Beispiel Ferbitzer Bruch

Die extensive Ganzjahresbeweidung von Feuchtgebieten wie dem Ferbitzer Bruch fördert sowohl den Artenschutz als auch die Klimaanpassung. Max Jung, Vorsitzender des Naturschutz-Fördervereins Döberitzer Heide und Gabi Fiedler, Leiterin des Projektes Wilde Wasserweiden bei der Deutschen Umwelthilfe zeigen, wie es funktionieren kann. Das Ferbitzer Bruch ist eine der artenreichsten Weidelandschaften Ostdeutschlands und mit seinem vielfältigen Wechsel aus trockenen und feuchten Standorten auch ein wichtiger CO₂-Speicher. Infolge der Klimakrise kommt es jedoch zunehmend zur Austrocknung und es sind Maßnahmen notwendig, den Wasserhaushalt in der Landschaft zu stabilisieren. 

08:30 UhrAbfahrt Berlin
09:30 UhrAnkunft am Natur-Erlebniszentrum Döberitzer Heide (NEZ)
09:45-10:30 UhrFührung durch die neue multimediale Ausstellung
10:30 Uhr  Exkursion zur „Wüste“
12:30 Uhr Mittagsimbiss in der Wüste
13:30 UhrExkursionsteil: Ferbitzer Bruch (Rückweg zum NEZ) 
16:00 UhrAnkunft am Natur-Erlebniszentrum Döberitzer Heide
16:00 UhrAbschließende Zusammenkunft und Reflexion der Veranstaltung im NEZ mit Kaffee und Kuche
17:00 UhrAbfahrt
Ca. 18:00 UhrAnkunft Hbf. Berlin

Leitung

  • Dr. Hannes Petrischak, Heinz Sielmann Stiftung
  • Max Jung, Naturschutz-Förderverein Döberitzer Heide e.V., Wustermark/Elstal
  • Gabi Fiedler, Deutsche Umwelthilfe e.V., Hannover