Die ökologische Bedeutung großer Pflanzenfresser in der Döberitzer Heide
Die Döberitzer Heide, einst militärisch genutzt, ist heute ein herausragendes Beispiel für gelungenen Naturschutz und Naturerlebnis vor den Toren Berlins. Auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz hat sich ein einzigartiges Lebensraummosaik aus Heideflächen, offenen Sandböden, Mooren, Wiesen, lichten Wäldern und kleinen Gewässern entwickelt.
Heute leben über 6.700 registrierte Tier-, Pflanzen- und Pilzarten in der Döberitzer Heide, viele davon sind bundesweit stark gefährdet. Diese hohe Biodiversität ist kein Zufall, sondern Ergebnis gezielter Pflege, insbesondere durch den Einsatz großer Pflanzenfresser. Wisente, Przewalski-Pferde und Rothirsche wirken in der Kernzone, Nutztiere wie Galloway-Rinder oder Konik-Pferde gestalten die Landschaft in der auf munitionsberäumten Wegen zugänglichen Ringzone.
Nach der Busfahrt startet und endet die Exkursion im Natur-Erlebniszentrum Döberitzer Heide. Bei der Führung durch die neue multimediale Ausstellung und die Exkursion zur sogenannten „Wüste“ erhalten Sie spannende Einblicke in die Arbeit der Heinz Sielmann Stiftung. Fachlich begleitet von Dr. Hannes Petrischak erkunden Sie „Wilde Weiden“ und erfahren, wie große Pflanzenfresser Lebensräume erhalten, Vielfalt fördern und damit einen wichtigen Beitrag zum Naturschutz leisten. Nach einem Imbiss in der Natur geht es weiter zum Ferbitzer Bruch.
In Zeiten von Artensterben und Klimakrise lebendige Auen und Feuchtgebiete schaffen und erhalten am Beispiel Ferbitzer Bruch
Die extensive Ganzjahresbeweidung von Feuchtgebieten wie dem Ferbitzer Bruch fördert sowohl den Artenschutz als auch die Klimaanpassung. Max Jung, Vorsitzender des Naturschutz-Fördervereins Döberitzer Heide und Gabi Fiedler, Leiterin des Projektes Wilde Wasserweiden bei der Deutschen Umwelthilfe zeigen, wie es funktionieren kann. Das Ferbitzer Bruch ist eine der artenreichsten Weidelandschaften Ostdeutschlands und mit seinem vielfältigen Wechsel aus trockenen und feuchten Standorten auch ein wichtiger CO₂-Speicher. Infolge der Klimakrise kommt es jedoch zunehmend zur Austrocknung und es sind Maßnahmen notwendig, den Wasserhaushalt in der Landschaft zu stabilisieren.
| 08:30 Uhr | Abfahrt Berlin |
| 09:30 Uhr | Ankunft am Natur-Erlebniszentrum Döberitzer Heide (NEZ) |
| 09:45-10:30 Uhr | Führung durch die neue multimediale Ausstellung |
| 10:30 Uhr | Exkursion zur „Wüste“ |
| 12:30 Uhr | Mittagsimbiss in der Wüste |
| 13:30 Uhr | Exkursionsteil: Ferbitzer Bruch (Rückweg zum NEZ) |
| 16:00 Uhr | Ankunft am Natur-Erlebniszentrum Döberitzer Heide |
| 16:00 Uhr | Abschließende Zusammenkunft und Reflexion der Veranstaltung im NEZ mit Kaffee und Kuche |
| 17:00 Uhr | Abfahrt |
| Ca. 18:00 Uhr | Ankunft Hbf. Berlin |
Leitung
- Dr. Hannes Petrischak, Heinz Sielmann Stiftung
- Max Jung, Naturschutz-Förderverein Döberitzer Heide e.V., Wustermark/Elstal
- Gabi Fiedler, Deutsche Umwelthilfe e.V., Hannover






