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Forum II

Transformation von Naturschutz und Gesellschaft

Naturschutz ist ein gesellschaftliches und politisches Anliegen. Für die Erhaltung der biologischen Vielfalt als menschliche Lebensgrundlage sind zeitnah Veränderungen in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft erforderlich. Und auch der Naturschutz muss flexibel auf veränderte politische Situationen und Herausforderungen reagieren. Wie sehen diese Veränderungen genau aus? Welche Relevanz haben sie für den Naturschutz? Was können Naturschützer*innen tun, um mit ihren Anliegen durch Kommunikation und Bildung breitere gesellschaftliche Resonanz zu erreichen? Wie können sie soziale Anliegen berücksichtigen und der Gefährdung der Demokratie entgegenwirken?

Modul 1 | Mittwoch, 11.03. 15:00 – 18:00 Uhr

Naturverträgliche Transformation 
von Wirtschaft und Konsum 

Die Transformation von Wirtschaft und Konsum ist für die Erhaltung der biologischen Vielfalt, die Einhaltung planetarer Grenzen und eine gerechte Ressourcenverteilung notwendig und möglich. Im Modul werden Auswirkungen bestehender Wirtschaftsweisen und Konsummuster auf die natürlichen Lebensgrundlagen, insbesondere die biologische Vielfalt, diskutiert. Ebenso werden mögliche und bereits konkret angewandte Alternativen, Instrumente und bestehende Partnerschaften mit Unternehmen sowie deren Relevanz für den Naturschutz vorgestellt. 

Moderation

Verena Graichen
Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND), Berlin

Christine Wenzl
Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND), Berlin

Mit Beiträgen von:

Wenn aus weniger mehr wird: Suffizienzstrategien für einen wirksamen Naturschutz
Prof. Dr. Stefan Heiland
Technische Universität Berlin; Bundesverband Beruflicher Naturschutz e.V. (BBN), Bonn


Globale Verantwortung statt Deregulierung: warum ein Lieferkettengesetz für den Naturschutz essentiell ist 
Sascha Müller-Kraenner
Deutsche Umwelthilfe e.V. (DUH), Berlin


Lebensstile naturverträglich gestalten: Handlungsempfehlungen zum Schutz biologischer Vielfalt 
Dr. Julia Fülling
Institut für ökologische Wirtschaftsforschung GmbH (IÖW), Berlin


PODIUMSDISKUSSION mit den Referierenden

Modul 2 | Donnerstag, 12.03. 10:00 – 13:00 Uhr

Raus aus der Naturschutz-Bubble: 
Menschen erreichen, überzeugen und motivieren   

Dieses Modul ist leider schon ausgebucht. Diese Veranstaltung ist interaktiv und daher mit weniger Teilnehmenden geplant.

Wie können wir Menschen wirklich für den Naturschutz gewinnen? Dieses Modul zeigt auf, wie zielgruppengerechte und wirkungsvolle Kommunikation jenseits der bekannten „Bubble“ gelingen kann – emotional, strategisch und alltagsnah. Es vermittelt praxisorientierte Ansätze, um Naturbewusstsein zu stärken, Verhaltensänderungen anzustoßen, Engagement zu fördern und gesellschaftliche Resonanz zu erzeugen. Im Fokus stehen die Kraft von Narrativen, die Bedeutung positiver Zukunftsbilder und der gezielte Einsatz von Sprache, Bildern und digitalen Tools. Dabei geht es nicht nur ums Informieren, sondern ums Berühren, Mitnehmen und Aktivieren.

In einer interaktiven Kreativwerkstatt entwickeln die Teilnehmenden eigene Kommunikationsideen – entlang konkreter Zielgruppen, Botschaften und Kanäle. Ergänzt wird das Modul durch kurze Impulsvorträge, kreative Einstiege und Raum für Austausch und Reflexion. Ob für Verbände, Behörden, NGOs oder Medien – hier entstehen Kommunikationsstrategien mit Wirkungspotenzial.

Moderation

Lena-Katharina Peter
Bundesamt für Naturschutz (BfN), Bonn

Dr. Christine van Deuren
Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt, Berlin

Mit Beiträgen von:

Der Köder muss dem Fisch schmecken? Bedingungen und Kriterien gelungener Kommunikation
Dr. Uta Eser
Deutscher Ethikrat, Büro für Umweltethik, Tübingen


Pecha Kucha

  • "Ich", "Wir" und "Die Anderen" - Impulse für effektive und zielgruppenorientierte Naturschutzkommunikation. 
    Dr. Andreas Wilhelm Mues
    Bundesamt für Naturschutz (BfN), Bonn

  • Naturblick – Reflexionen zu einer App zwischen Technologie und Naturerfahrung
    Ulrike Sturm
    Museum für Naturkunde / Leibniz-Institut für Evolutions- und Biodiversitätsforschung, Berlin

  • Vielfalt stärken, Teilhabe ermöglichen: Gemeinsam forschen, Naturschutz inklusiv gestalten
    Gesine Heinrich
    Museum für Naturkunde, Berlin

  • Vom Kopf auf den Teller: unser Weg zu einer pflanzenbetonten Ernährung
    Dr. Nina Wolff
    ProVeg e.V., Berlin


Interaktive Workshops

Von der Theorie in die Praxis – Interaktive Kreativwerkstatt zur Gestaltung erfolgreicher Naturschutzkommunikation
Rebecca Noebel
Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt (SenMVKU), Berlin

Vincent Kretschmer
Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt (SenMVKU), Berlin

Svenja Pelzl
Stiftung Naturschutz, Berlin

Wiebke Voigt
Stiftung Naturschutz, Berlin

Marja Rottleb-Schega
Stiftung Naturschutz, Berlin

Fetewei Tarekegn
Urbane Ecologe, Zukunftkiez Dammweg, Berlin

Michael Rollnik
Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt (SenMVKU), Berlin

Modul 3 | Donnerstag, 12.03. 15:00 – 18:00 Uhr

Transformation braucht Bildung

Es gibt Bildungsansätze, die Gestaltungskompetenzen von Menschen aller Altersstufen unterstützen und damit zukunftsfähiges naturverträgliches Verhalten fördern.  In diesem Modul werden inspirierende Bildungsprojekte und -materialien für die schulische und außerschulische Bildung präsentiert, um Naturschutz- und Bildungsakteuren Anregungen für eigene Aktivitäten zu bieten. Gemeinsam wird diskutiert, welche Strategien und Ansätze Bildung für den Naturschutz stärken, um eine gesellschaftliche Transformation für den Erhalt und nachhaltige Nutzung von biologischer Vielfalt voranzubringen.

Moderation

Dr. Brigitte Schuster
Bundesamt für Naturschutz (BfN), Bonn

Dr. Dörte Martens
Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt (SenMVKU), Berlin

Naturschutz weiter denken. So gelingt Transformation. 5 Thesen
Prof. Dr. Johannes Vogel
Museum für Naturkunde, Berlin


Impuls: Umweltbildung im Kontext einkommensschwacher urbaner Milieus - Didaktische Grundorientierungen für gelingende Bildungsprozesse
Prof. Dr. Norbert Frieters-Reermann
Katholische Hochschule NRW, Aachen


Impuls: Für natürlichen Klimaschutz: Bildung durch Beteiligung
Larisa Chvartsman
Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN), Berlin


Pitches für Live-Weiterbildung:

  • Natürlichen Klimaschutz in der Bildungsarbeit vermitteln – Bildungsmaterialien entdecken und Bildungsveranstaltungen durchführen
    Dr. Svenja Rosenwinkel
    Unabhängiges Institut für Umweltfragen e.V. (UfU), Berlin

  • Verhalten in der Natur: Wie kann ein verhaltensbasierter Ansatz die Naturschutzarbeit unterstützen?
    Uli Frank Gräbener und Willem Krüsmann
    Rare Europe, Berlin

  • BNE inspiriert – Natur- und Umweltbildung, die Zukunft gestaltet
    Judith Hübner und Karola Braun-Wank
    Koordinierungsstelle für Natur-, Umwelt- und Nachhaltigkeitsbildung (NUN), Freie Universität Berlin


FISHBOWL mit den Teilnehmenden

Modul 4 | Freitag, 13.03. 9:30 – 12:30 Uhr

Demokratie, soziale Gerechtigkeit und internationale Verantwortung – Voraussetzungen und Ziele wirksamen Naturschutzes

Naturschutz ist ein Handlungs- und Politikfeld, dessen Erfolg auf gesellschaftliche Diskussionen, Übereinkunft und Akzeptanz angewiesen ist. Somit ist es entscheidend von gesellschaftlichen Rahmenbedingungen abhängig. Diese Rahmenbedingungen verändern sich derzeit massiv – nicht nur zum Besseren: Die soziale Schere zwischen Arm und Reich wird größer, verschiedene gesellschaftliche Gruppen stehen sich zunehmend unversöhnlich gegenüber und die Demokratie sieht sich vielfachen Bedrohungen ausgesetzt. 

Diskutiert wird, wie Akteur*innen des Naturschutzes demokratiegefährdenden Aktivitäten entgegentreten und soziale Belange in ihrer Arbeit berücksichtigen können. Zudem wird die Frage nach globaler Gerechtigkeit und der Verantwortung des Naturschutzes hierfür gestellt.

Moderation

Dr. Lars Berger
Bundesamt für Naturschutz (BfN), Bonn

Prof. Dr. Stefan Heiland
Technische Universität Berlin

Naturschutz – natürlich demokratisch?!

Umgang mit populistischen und extremistischen Interventionen im Naturschutz - Vernetzung, Sensibilisierung und Beratung (ExPoNa)
Projektleitung des BfN-F+E-Vorhabens

Extrem rechte Interventionen und Strategien im Klima- und Naturschutz – Erfahrungen aus der Praxis in Mitteldeutschland
Vince von Gynz-Rekowski
Kulturbüro Sachsen e.V., Leipzig


Naturschutz – natürlich sozial?!

Soziale Aspekte in der Naturschutzpolitik stärken
Dirk Arne Heyen
Öko-Institut, Berlin

Wie Naturerleben Selbstwirksamkeit stärkt und den Weg zum aktiven Naturschutz öffnet
Catja Teicher
Catja Teicher, Bundesverband Caritas Kinder- und Jugendhilfe, Freiburg im Breisgau


Naturschutz – international

Naturschutz international: Verantwortung zwischen kolonialen Kontinuitäten und globaler Gerechtigkeit
Dr. Bernhard Gißibl
Leibniz-Institut für Europäische Geschichte (IEG), Mainz