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Forum V

Recht und Verwaltung

Im Mittelpunkt des Forums V stehen aktuelle Entwicklungen der Rechtsetzung und des Vollzuges des Naturschutz- Umwelt- und Planungsrechts. Übergreifende juristische und administrative Aspekte der Wiederherstellung der Natur, insbesondere die Erstellung des nationalen Wiederherstellungsplans, bilden den Auftakt. Gefolgt von der Frage, wo wir mit dem Naturschutz bei wichtigen Anwendungsfeldern stehen, wie der Zulassung Erneuerbarer Energien oder Vereinfachungen des Baurechts. Zudem wird der Frage nachgegangen, welche Rolle weitere Standardisierungen z. B. zu artenschutzrechtlichen Fragen spielen können. Zu diskutieren ist, wie Vollzugsdefizite verringert und neue Herausforderungen gemeistert werden können. Dabei können auch klare vollzugstaugliche Vorgaben für mehr Klarheit und Entlastung sorgen.

Modul 1 | Mittwoch, 11.03. 15:00 – 18:00 Uhr

Wiederherstellung der Natur 

Die EU-Wiederherstellungsverordnung ist das entscheidende Instrument zur Weiterentwicklung und Förderung des Naturschutzes in den kommenden Dekaden. Zur Umsetzung muss auch der nationale Rechtsrahmen angepasst werden. Wie ist der aktuelle Stand des Durchführungsgesetzes und der Erstellung des nationalen Wiederherstellungsplans? Wie wirkt sich die Verordnung auf die Planungs- und Zulassungspraxis aus?  Dies soll mit Blick auf einen effektiven Vollzug diskutiert werden.

Moderation

Dr. Raphael Weyland    
NABU (Naturschutzbund Deutschland) e.V., Brüssel

Michael Heugel
Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN), Bonn


Auf dem Weg zum nationalen Wiederherstellungsplan
Dr. Annette Doerpinghaus
Bundesamt für Naturschutz (BfN), Bonn


Wiederherstellung in Planungs- und Zulassungsverfahren
Dr. Franziska Heß
BAUMANN Rechtsanwälte Partnerschaftsgesellschaft mbB, Leipzig


PODIUMSDISKUSSION mit den Referierenden

Modul 2 | Donnerstag, 12.03. 10:00 – 13:00 Uhr

Vereinfachung, Beschleunigung und Bürokratieabbau

Das Umwelt- und Planungsrecht ist nach wie vor einem rasanten Wandel unterworfen. Betroffen davon ist auch das Naturschutzrecht. Wie gestaltet sich zukünftig die rechtliche Abwägung zu konkurrierenden Belangen wie dem Ausbau der Erneuerbaren Energien und der Schaffung von zusätzlichem Wohnraum? Zudem soll der Frage nachgegangen werden, wie die Realisierung von Naturschutzvorhaben, z.B. im Bereich des natürlichen Klimaschutzes, beschleunigt werden kann.

Moderation

Dr. Stefan Lütkes

Bundesverband Beruflicher Naturschutz e.V. (BBN), Bonn; Rechtsanwälte Kerkmann, Saame, Jeromin, Andernach

Die Umsetzung der RED III-Richtlinie in nationales Recht – Wo stehen wir?
Kevin Drewing
Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN), Bonn


RED III in der Umweltplanung – Wo stehen wir?
Dr. Ute Schadek
planungsgruppe grün gmbH, Bremen


Bauleitplanung und der "Bau-Turbo" - wo stehen wir?
Sebastian Lummel
Deutscher Städte- und Gemeindebund e.V., Berlin


Prof. Dr. Sabine Schlacke
Universität Greifswald


PODIUMSDISKUSSION mit den Referierenden
Thema: Beschleunigung versus Naturschutz

Modul 3 | Donnerstag, 12.03. 15:00 – 18:00 Uhr

Rechtliche Herausforderungen in der 
21. Legislaturpriode

In der 21. Legislaturperiode muss Deutschland große Herausforderungen bewältigen. Dem Naturschutz werden einige Zumutungen abverlangt. Die Änderung der FFH-Richtlinie zur Absenkung des Schutzstatus des Wolfes bestimmt aktuell die rechtspolitische Debatte auf europäischer Ebene. Der Zugang zu Gerichten und die Öffentlichkeitsbeteiligung steht erneut unter Druck. Wie können unter schwierigen Rahmenbedingungen die Vollzugsdefizite im Naturschutzrecht verringert werden? Was sind die notwendigen Inhalte des vereinbarten Naturflächenbedarfsgesetzes?

Moderation

Dr. Oliver Hendrischke
Bundesamt für Naturschutz (BfN), Bonn

Der Wolf: Vom Jäger zum Gejagten? Folgen der Schutzabstufung in Deutschland  
Annika Ratschow
PNT Partner, Hamburg


Vollzugsdefizite im naturschutzrelevanten Umweltrecht
Prof. Dr. Wolfgang Köck
Sachverständigenrat für Umweltfragen (SRU), Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ), Halle


Das Naturflächenbedarfsgesetz und die Kompensation von Eingriffen in Natur und Landschaft
Andreas Heil
Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN), Bonn

Modul 4 | Freitag, 13.03. 9:30 – 12:30 Uhr

Wege zur untergesetzlichen Maßstabsbildung und Standardisierung im Naturschutz? – 
Perspektiven aus Wissenschaft und Praxis

Die Belange des Naturschutzes und Landschaftspflege sind nur durchsetzbar, wenn sie hinreichend konkret formuliert sind. Nicht immer bedarf es hierzu eines Parlamentsgesetzes. Eine Standardisierung, etwa in Form von Rechtsverordnungen oder Verwaltungsvorschriften wird zur Planungsbeschleunigung im Naturschutz zunehmend eingefordert, begegnet vor diesem Hintergrund aber auch Bedenken. Was können wir im Naturschutz aus den Erfahrungen im Straßenbau oder dem Immissionsschutz lernen? Welche besonderen Herausforderungen stellen sich in technisch geprägten Bereichen, etwa bei Artenschutzstandards für Beleuchtungsanlagen oder bei technischen Systemen beim Ausbau der erneuerbaren Energien? Welche Herausforderungen stellen sich in der Praxis, etwa im Hinblick auf Standards für ubiquitäre Arten, was braucht es, um die Akzeptanz einer untergesetzlichen Maßstabsbildung zu erhöhen?

Moderation

Dr. Carolin Kieß
Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN), Bonn

Beleuchtungsstandards im Artenschutzrecht – Auf dem Weg zu einer Rechtsverordnung
Dr. Sibylle Schroer
Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB), Berlin
Philipp Blanke
Bundesamt für Naturschutz (BfN), Bonn


Standards im Straßenbau – von Bestandserfassung bis Querungshilfe
Dr. Marcus Lau
Rechtsanwälte Füßer & Kollegen, Leipzig


Impulse

  • Standardisierung im Feld der Anwendung technischer Systeme beim Ausbau der erneuerbaren Energien
    Dr. Elke Bruns
    Kompetenzzentrum Naturschutz und Energiewende, Berlin

  • Was können wir aus dem Bereich des Immissionsschutzes für eine gute Standardisierung im Naturschutz lernen?
    Dr. Johannes Baumgart
    Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft, Dresden

  • Herausforderungen in der Praxis der Entwicklung von Standards: Fallbeispiel ubiquitäre Brutvogelarten
    Dr. Silke Christiansen
    Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt (SenMVUK), Berlin


PODIUMSDISKUSSION mit den Referierenden